Rolls-Royce Spectre

driven by exception

Rolls-Royce Spectre – Gespenster-Dämmerung

Manche wollen schon fragen, wie er sich denn so fährt und wie viele Burger und Becher voller Kaffee man während des Ladens verzehren soll. Und dann sind da noch Fragen zum Preis und den Fahrleistungen. Wir haben Antworten und ein paar frische Fotos.

Hamburg, im Juni 2023

Wir wissen, dass Rolls-Royce keinen eigenen Antrieb in den Spectre einbauen wird. Wir wissen auch, dass Rolls-Royce vor mehr als zehn Jahren mit dem 102 EX ein paar Runden gedreht und Leute befragt hat. Wie es denn so wäre, wenn es ein Model aus Goodwood gäbe, mit E-Antrieb. Einen Link zu unseren Erfahrungen im Jahr 2011 gibt´s weiter unten. 


Der Spectre, der Name wurde bereits vor vielen Jahren von Rolls-Royce verwendet, ist clever gewählt. Bilder im Kopf sind selbstverständlich. Hat doch eine ziemlich bekannte Romanfigur im Auftrag Ihrer Majestät recht häufig ein böses Netzwerk mit dem selben Namen erfolgreich bekämft, zudem passt ein Gespennst wunderbar in die Liste der meisten Modelle. Mystisch, geheimnisvoll, schaurig und irgendwie auch ein klein wenig blumig.

Fahrbericht Rolls-Royce 102EX


Nun, kurz vor den ersten Erfahrungen in Kalifornien, liefert der Hersteller Daten, die Aufschluss über die Technik im Spectre liefern. Die Leistung der Motoren, die Kappazität des Stromspeichers und allerlei Informationen über etliche Tausend LED-Leuchten, die nicht nur im Himmel, sondern auch in den beiden sehr langen Türen eingebaut sind. Das Cockpit ist durchgehend digital, der Spectre verabschiedet die Ära der analogen Anzeigen, der Hersteller verzichtet allerdings auf allzu große Bildschirme. Vermutlich soll der Spectre nicht dem Beispiel einiger E-Autos folgen, die dann doch eher einem rollenden Kino ähneln. 


Beim Thema Ladetechnik hinken die Briten einigen Herstellern, wie Hyundai, Kia, Audi und Volvo/Polestar hinterher. Dort werden bis 300 kW in den Wagen gepumpt, der Scectre schafft maximal 196 kW. Aber das soll sich ändern, BMW arbeitet fiebrhaft an neuen Techniken, die das E-Coupé dann nicht zu lange an den Säulen stehen lassen soll. Eine gute halbe Stunde muss man für rund 250 Kilometer Reichweite schon rechnen. Wenn der Stromlieferant auch entsprechend schnell serviert.


Dass der Spectre mit allen Fahrwerkswassern gewaschen ist, sollte klar sein. Also: Hinterradlenkung, Allradantrieb, Luftfederung, das Plenar-Fahrwerk, dass per Sensorik die Straße vorab prüft und eventuelle Dellen oder andere Unannehmlichkeiten meldet, auf dass sich die Federung darauf einstellen möge. Zuem können sich die Querstabilisatoren bei längerer Geradeausfahrt entkoppeln, damit’s im Wagen noch kommoder zugeht. Tauchen erste Kurven auf, werden die Stabilisatoren wieder zum Dienst gerufen, das Thema Neigung wird zur minimalen Auswirkung degradiert. Das 688-PS-Coupe läßt sich also durchaus dynamisch bewegen, auch wegen der gewaltigen Batterie, die lächerliche 700 Kilo wiegt und unter dem Wagen sitzt wie ein blinder Passagier, der Energie liefert und gleichzeitig als absolutes Schwerpunkt-Zentrum wirkt. 


Und nun noch das Thema: Wann und wieviel. Bestellen kann man schon jetzt, geliefert wird ab Herbst 2023. Wer um 400.000,00 Euro flüsig hat, ist im Spiel. Ein paar Extras kosten wie immer ein paar Euro extra. Wir kennen das Spiel. 



Ein paar technische Daten:


Motor: 2 E-Motoren 

Gesamtleistung: 430 kW / 688 PS

Drehmoment: 900 PS

Antrieb: Allrad

Akku: ca 106 kWh

Reichweite: rund 560 km

Ladetechnik/Geschwindigkeit: max 195 kW

Maße:

Leergewicht: ca 2.975 kg

Länge: 5.453 mm

Breite: 2.080 mm

Höhe: 1.559 mm

Radstand: 3.210 mm

Wendekreis: 12,7 m


Top Speed: 250 km/h

0-100 km/h: 4,5 s

Stromverbrauch WLTP: 21,5 kWh/100 km

Preis in Deutschland: ab 379.015 Euro inkl. Steuer 

Verbrauch:

WLTP-Stromverbrauch: ca. 21,5 kWh/100 km


Fotos: Rolls-Royce Motorcars


Beitrag veröffentlicht

in

,

von

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert