Cars and Comic

Exclusive-Life

Cars and Comic

Auto:

Simca Oceane Cabriolet, 1959.

Comic:

Aventures de Jean Valhardi, 1963

Autor:

Jije

Verleger:

Dupuis

Auto:

Peugeot,203 Berline 1954

Comic:

Aventures de Mar Jaguari, 1957

Autor:

Tillieux

Verleger:

Dupuis

Auto:

Talbot T26, Monoplace Grand Prix 1948

Comic:

Aventures de Spirou et Fantasio, 1952

Autor:

Franquin

Verleger:

Dupuis

Auto:

Lancia Aurelia B20 GT, 1956

Comic:

Mauro Caldi, 1990

Autor:

Constant Lapiere

Verleger:

Homanoids Assecies

Hier noch ein paar Eindrücke, die Bilder lassen sich vergrössern,

Cars and Comic

Paris im September 2004

Tim und Struppi haben einen, Gaston konnte nicht ohne ihn, Batman war ohne völlig hilflos und Wernäää Brösel wettet sogar in regelmäßigen Abständen auf ihn. Auf dem Pariser Autosalon wurde der ganze Stolz zahlreicher Comic-Helden eindrucksvoll zur Schau gestellt.  

Was wäre Donald Duck ohne seinen roten Flitzer mit der Zulassung “313”. Seine wilden, rasanten Fahrten durch Entenhausen sind für Comic-Fans so legendär, wie Steve McQueen’s Jagd durch San Francisco. Wrummm, Roarrrr, Brummmm. Egal ob V8, Rasenmähermotor oder Düsenantrieb, die Fantasie der Zeichner versetzte Comic-Helden und ihre Fans gleich scharenweise in Verzücken.

Dabei stand die Einbildungskraft der Createure nicht immer im Mittelpunkt. Zahlreiche papiergewordene Helden pilotierten gekonnt (oder auch nicht) gezeichnete Modelle. Die Vorlieben der Zeichner wurden dabei oft genug zum Vorbild genommen. Der französische Zeichner Thierry Cailleteau zum Beispiel wurde von seinem Vater nach Le Mans mitgenommen und dort vom Auto-Virus infiziert. Seine Leidenschaft entfachte eine Cobra, die sofort in einem Comic aus seiner Feder zum Leben erweckt wurde.

Hergé’s Helden Tim und Struppi dürfen gleich einen ganzen Fuhrpark bewegen. Die Palette an gezeichneten Realitäten reichte vom Citroen Torpedo über Opel Olympia bis zum Mondfahrzeug aus dem Apollo-Programm. Und wer erinnert sich nicht an den legendären französischen Rennfahrer Michael Vaillant, der lange vor Michael Schumacher die Formel-1 beherrschte und ganz nebenbei noch spannende Abenteuer erleben durfte. Der Enthusiasmus der Fans ist noch heute ungebrochen. Wer mit genügend Kleingeld und nostalgischen Motiven ausgestattet ist, findet bei Comic-Börsen oder bei Ebay ausreichend Gelegenheit seine Jugend-Literatur wieder in den Bücherschrank zu stellen.

Wer allerdings einmal Comic und Realität direkt neben einander erleben wollte, hatte auf der dieser Pariser Automesse eine seltene Gelegenheit dazu. Unter dem Stichwort “Operation Jugend” stellten Festival BD d’Angouleme, Caisse d’Epargne, RTL und TF1 39 gezeichnete und echte Autoträume vor. Wir waren dort und haben mit einer Digi-Cam ein paar Fotos gemacht. Sie sind nicht sehr gut aber aussagekräftig. 

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Rallye Mini

Exclusive-Life

Morris Mini Cooper S Rallye

Morris Mini Cooper S Rallye – An Bord einer fliegenden Legende

1967, der Finne Rauno Aaltonen und sein britischer Co-Pilot Henry Liddon, jagen einen knallroten Mini zum Sieg bei der Rallye Monte Carlo. Fast fünfzig Jahre später, drei Tage an Bord des Rallye-Mini, die man so schnell nicht vergisst. 

Ganz am Anfang, 1958, sitzt der Ingenieur Alec Issigonis an einem Tisch, er nimmt einen Stift und zeichnet eine grobe Skizze auf die Tischdecke. Man erkennt ein Auto, ein sehr kleines Auto. Den Mini in seiner ganzen Pracht. Die Welt des Automobiles soll möglichst vielen Menschen erschlossen werden, ein internationaler Konflikt katapultiert den Ölpreis in ungeahnte Höhen, der Benzinpreis stieg natürlich mit und damit wurden kleine, sparsame Autos zum Türöffner in die Massenmotorisierung. In Italien erblickte der charmante Fiat 500 mit Kulleraugen das Licht der Welt, fast gleichzeitig stand der Mini auf seinen Rädern und mit ihm entwickelte sich ein Kult, der bis heute anhält. Aus der Not geboren und bis heute eine Kultfigur.

Der Mini war anders und er ist es noch heute. Die Akustik, das Raumgefühl, der Vortrieb. Vier winzige Räder ganz weit aussen an den Ecken, das Motörchen füllt den kompletten Raum unter der Fronthaube, der Mini bietet vorn und hinten soviel Raum, dass man meint, man sitzt in einer Folterkiste. Menschen deren Körper die Länge von 180 Zentimetern überschreitet, müssen sich mit Human-Origami auskennen und das alles bei voller Wirkung sämtlicher physikalischer Gesetze. Die Natur scheint bei Autos wie dem klassischen Mini erbarmungslos gründlich vorzugehen. Jede Bodenwelle, jede Kurve und jede unerwartet rote Ampel verschiebt die Sitzposition nachhaltig. Und doch wischt eine Fertigkeit dieses Kleinwagens alle negativen Begleiterscheinungen aus dem Kopf. Das Fahrgefühl oder Cart-Feeling. Kein anderer Wagen dieser Kategorie verwandelt eine Runde durch die langweiligste Ortschaft der Welt in eine Vergnügungstour, jede Biegung wird zur Schikane einer Rennstrecke, jede Gerade, sei sie auch noch so kurz, ist eine Startbahn und das Radio bleibt aus, weil die Musik aus dem Endrohr so ehrlich und sauber klingt wie ein Unplugged-Konzert von Eric Clapton.

Eine ganz andere Art des Vergnügens bietet unser Test-Exemplar, der Morris Mini Cooper S Works Rally, eine 1:1-Kopie des Rallye-Monte-Carlo Siegerwagens aus dem Jahr 1967. Die Sitze bieten so viel Seitenhalt wie ein sehr preiswerter Küchenstuhl, der Beifahrer hält mit der rechten Hand das Roadbook zur Navigation und mit der Linken umklammert er einen Hanfgurt, der oben am Dachholm mit zwei Aluminium-Schrauben befestigt ist. Nach sechs oder sieben Stunden Fahrt, braucht er gute dreißig Minuten bis er den Arm wieder halbwegs schmerzfrei bewegen kann. Der Fahrer, noch ein wenig benebelt von den Benzin-Düften im Innenraum faltet seine Beine auseinander, er klettert aus dem Innenraum und er hört schlecht. Dämmung kostet Gewicht und der Spezial-Mini sollte nicht nur wenig sondern auch schnell sein. Was er auch ist. Wir haben gut 300 Kilometer hinter uns gebracht und dieser besondere Mini hat uns gezeigt, was man aus einem klassischen Mini so alles heraus holen kann.

Das kleine, britische Gefährt flog durch die engsten Kurven, als wäre er auf Schienen unterwegs, sein knackiger Hintern war stets bemüht dem vorderen Teil des Wagens zu folgen, die winzigen Räder boten zwar genug Traktion, aber immer wieder schlichen sich zwischen Asphalt und Reifen ein paar Zentimeter Luft, was dem Publikum der Hamburg-Berlin-Classic, deren Teilnehmer wir waren, so richtig gut gefiel. Unser kleiner Brite war in fast jedem Ort ein sehr gern gesehener und gehörter Gast, was sicher mit dem Image des klassischen Mini zusammen hängt. Drei Tage in dieser roten, schreienden und oft fliegenden Kiste, wir stiegen aus und reanimierten unsere Gelenke, Wirbel und andere Scharniere im Körper. Es war eine Höllentour mit dem Kleinen und eine wunderbare, freudenspendende Erfahrung. Mini extrem sozusagen. 

In den Jahren 41 Jahren bis zum neuen Mini unter BMW-Führung, saß so ziemlich jeder einmal in einem Mini. Vom bettelarmen Student bis zum Bankpräsident. Der Mini war und ein klassenloses Auto, eine Man konnte ihn in allen Varianten kaufen. Vom klassischen Hatchback bis zum Pickup. Er war robust, preiswert in Anschaffung und Unterhalt, er lieferte ein Fahrerlebnis, das man ohne Übertreibung sportlich nennen darf. Hollywood-Größen wurden in den winzigen Wagen gesetzt. Mr. Bean alias Rowan Atkinson lieferte sich so manche Schlacht mit dem Be- oder Entladen des Briten, Bud Spencer schlängelte sich elegant im Film „Plattfuß in Afrika“ in den Zweitürer und im Jahr 2016 war Robert de Niro in seinem Film „Dirty Grandpa“ in einem klassischen Mini unterwegs. 

Klassische Mini sind auf dem Markt reichlich unterwegs. Die Preise für einen einfachen Hatchback (Standard-Karosserie) variieren, je nach Zustand, zwischen 5.000 und 15.000 Euro. Rost ist ein Thema, die Elektrik spielt vor allem bei feuchter Luft gerne verrückt. 

Technische Daten des Morris Mini Cooper S Works Rally

Produktionszeit: 1959 – 2000

Motor: Vierzylinder Reihe

Hubraum: 1.275 ccm

Leistung: ca. 100 PS

Gewicht: ca. 620 kg

Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h

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Koeng Rilye

Exclusive-Life

Rileye2.5 Walter Koeng

Walter Köng – Riley 2.5

Irgendwann um 2005 in St. Moritz. Während einer Oldtimer-Veranstaltung fällt uns ein Zweitürer auf. Irgendwie british, irgendwie anders und auch irgendwie sehr, sehr selten. Wir sprachen mit dem Besitzer. 

zuerst das: Im Jahr 2005 waren gute Digitalkameras Mangelware. Vor allem in Redaktionstuben der ganz frischen Art. Die Fotos des König Riley wurde mit eben einer solchen realisiert. Wir schreiben “sorry” wegen der Qualität.

Das British Classic Car Meeting in St. Moritz zählt zu den größeren, etablierten Oldtimer-Events in der Schweiz. Clubs der britischen Marken sind eingeladen, von Rolls-Royce bis Mini, von Bentley bis Morris sind im Grunde alle Marken vertreten. Auch Riley ist dabei. Nur dieser Wagen, beige und sehr elegant, trägt keine Teilnehmer-Nummer und steht am Straßenrand. Der Event-Kommentator ruft den Besitzer dieses Wagens aus und dann steht ein Ehepaar plus winzigem Pudel vor uns. 

Walter Köng habe dieses Coupé geschaffen, so der Besitzer. Ein Einzel- und Erbstück. Die Frage, ob wir uns das gute Stück einmal in Ruhe ansehen dürfen, wurde vom Pudel beantwortet. Er setzte sich deutlich sichtbar auf unseren rechten Fuß und schaute das Paar erwartungsvoll an. Wir durften. Und wir erfuhren, dass das Coupé, ein Riley 2.5 RMB, als Basis diente. Köng baute den Wagen nach seinen Vorstellungen um. Besonders auffällig gerieten die beiden Dachschalen aus Glas, jeweils abnehmbar und die vorderen und hinteren Stoßfänger, die mit edlem Mahagoni-Hölzern verkleidet sind. Die hinteren Radhäuser zum Teil verkleidet, zwei Tankstutzen, der Innenraum komplett in Rot beledert und die Einstiegsleisten ebenfalls mit Mahagoni verziert. Das komplette Coupé ein typischer, weil sehr eleganter, Köng. Der Besitzer, ein sehr guter Freund des schweizer Designers, erzählt weiter, dass Köng den Wagen verkaufen wollte. 40.000 Schweizer Franken, 1949 war das eine sehr stolze Summe. Zu stolz. Es fand sich kein Interessent. Köng behielt das Auto, in das er knapp 3000 Arbeitsstunden gesteckt hatte. 

1989 verstarb Walter Köng, in seinem Testament bestimmte der Schweizer, dass der jetzige Besitzer das Einzelstück erben sollte, einen Verkauf des Wagens untersagte er. 

Zu Walter Köng: Spezialkarosserien auf Basis von Bentley, Mercedes, Cadillac oder Delahaye waren sein Markenzeichen. Walter Köng stieg 1935 in das Unterehmen seines Vaters Alfred ein, der zunächst als Kutschbauer, später als Karosseriebauer für Privatkunden und die schweizer Post arbeitete. Walter Köng absolvierte eine Ausbildung zum Karosseriebauer, arbeitete zunächst für die Carrozzeria Italiana Cesare Sala in Maiand und für Louis Gallé in Paris, ab 1929 für Chrysler und Packard. Zwischen 1935 und 1989 karossierte und restaurierte Köng diverse Fahrzeuge von Bentley, Mercedes, Bugatti und Delahaye. Zudem gehen ein paar Krankenwagen auf sein Konto. Er fertigte für den schweizer Hersteller Martini und auf Basis eines Cadillac einen Krankenwagen. 

Walter Köng verstarb 1989, sein Unternehmen wurde 2002 aus dem Handelsregister gelöscht.

Quelle: Wikipedia

Fotos Riley: Ralf Bernert

Portraitfoto: unbekannt 

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